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CSRD-Omnibus und seine Folgen für die Steuerung von ESG-Risiken
Veröffentlichung von :response (Marten Deuter und Fabian Eiden) im St. Galler Trendmonitor
Für die systematische Bewertung von Nachhaltigkeitsrisiken im Finanzsektor spielen standardisierte ESG-Informationen eine essenzielle Rolle. Durch den sogenannten Omnibus-Prozess der EU wird dieses Vorhaben jedoch vor erhebliche Herausforderungen gestellt: Die deutliche Anhebung der Schwellenwerte führt dazu, dass schätzungsweise 80 % der ursprünglich vorgesehenen Unternehmen nicht mehr unter die CSRD-Berichtspflicht fallen.
Der vorliegende Beitrag analysiert, warum dieser Rückgang der Datenverfügbarkeit insbesondere für Banken, Versicherungen und Investierende problematisch ist. Ohne eine flächendeckende, standardisierte Datenbasis wird die Steuerung von ESG-Risiken in Portfolios erschwert, was die Institute zunehmend dazu zwingen könnte, fehlende Informationen über individuelle Abfragen und Fragebögen direkt bei ihrer Kundschaft zu erheben. Zudem beleuchtet der Beitrag die Rolle des freiwilligen VSME-Standards und zeigt auf, warum Unternehmen auch ohne gesetzliche Pflicht ein robustes ESG-Datenmanagement etablieren sollten, um ihre Kreditwürdigkeit und Resilienz zu sichern.
Bei dem Beitrag handelt es sich um einen Expertenbeitrag von :response für den „St. Galler Trendmonitor für Risiko- und Finanzmärkte (4/25)“, herausgegeben von der Universität St. Gallen (HSG). Die Autoren des Beitrags sind Marten Deuter (Senior Manager und Head of Sustainable Finance & Risk) und Fabian Eiden (Berater für ESG-Reporting).

